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Die Ökonomie der Nächtenliebe als
neue buddhistische Soziallehre.

Autor: Helmut W.Merten / Kurzfassung

Das Entstehen einer neuen buddhistischen Soziallehre besteht im Erkennen der globalen Leidensstrukturen der Menschen und deren weltweites Herrschaftssystem, welches zur Verdeutlichung als "die Ökonomie des Bösen" bezeichnet wird.

Im Verständnis einer neuen buddhistischen Soziallehre wird die "Ökonomie des Bösen" durch die "Ökonomie der Nächtenliebe" ersetzt. Die Karma-Rente oder die Globale-Grundrente ist hierbei eine Grundlage zur Überwindung des globalen Kapitalismus. Nach der Karma-Philosophie von Geburt und Wiedergeburt eines Menschen, ist die Karmarente die Gegen-Leistung der Produktivkraft eines Menschen zum gesellschaftlichen Wohlstand aus seinem vorhergehenden Leben.
Daher ist die Karma-Rente auch kein Almosen, sondern der verdienstvolle Anteil seines Karmas am Wohlstand der bestehenden Gesellschaft. Die Karma-Rente ist somit das existenzielle Universalrecht des Menschen dieses ist nicht verhandelbar. Allein durch die Existenz des Menschen wird die Karma-Rente zum Universalrecht.

Eine auf dem Geburtsrecht des Menschen basierende Karma-Rente (globale Grundrente) wird alle bekannten und die sich hieraus weiterentwickelnden Existenz-, Bildungs- und Sozial-Leistungen
einer Gesellschaft vom Anfang bis zu seinem Ende beinhalten. Von Wiedergeburt zur Wiedergeburt. Die Vorenthaltung der globalen Karma-Rente begründet sich auf der Herrschaft des Kapitals welches im Karma-Materialismus auch als das Fremd-Karma bezeichnet wird, dieses muss aufgehoben werden zur sozialen Sicherung der Menschen, allgemein zum Wohle der Menschen und ihrer menschlichen Arbeitskraft. Die Karmarente ist demnach die globale Grundrente für alle lebenden Menschen auf diesem Planeten.

Zur Globalisierung:

Das Wesen der unkontrollierten Globalisierung ist ein globaler Hurrikan.
Diese Hurrikan-Ökonomie ist geschichtlich ohne Beispiel.
Die Industriestaaten entsprechen dem Auge dieses globalen Hurrikans.
Außerhalb des Hurrikanauges tobt der globale Verteilungskampf, als sozialer Hurrikan,
als Verelendung und reale Hölle des Leidens der Menschen, dies gilt heute fast gleichermaßen für die Menschen der Ersten, Zweiten und Dritten Welt.
Die politische und ökonomische Ruhe im Inneren der heutigen Industriestaaten wird nach Außen in die Zweite und Dritte Welt als ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Zerstörung exportiert. So verlagert sich das ökonomische Hurrikanauge aus ehemals entwickelten Wirtschaftsregionen der Ersten Welt in neu entstehende Konkurrenz-Regionen in der Ersten, Zweiten oder Dritten Welt, mit der Hinterlassenschaft der ökonomischen und ökologischen Zerstörung und regionaler Krisen und Kriege.
Die benannten Verhältnisse sind das lange historische Wirken von ungelösten karmischen Leidenssruckturen, welche als Welle des Leidens von Generation zu Generation, von Unwissenheit zu Unwissenheit sich bis in die Gegenwart fortsetzen und sich im Verlauf der menschlichen Geschichte zu scheinbaren Gesetzmäßigkeiten des Leides entwickelt haben.
Ihre Ursache begündet sich in der Unwissenheit des Menschen gegenüber dem Menschen von seiner spirituellen Natur der Erleuchtung. Das geistige Potential zur Erleuchtung und dessen Wissen
ist jedem menschlichen Wesen eigen.
So besteht eine hochentwickelte Wechselbeziehung zwischen dem inividuellem Leiden
und dem gesellschaftlichem Leiden der Menschen.
Das globale Leiden findet seine Rückwirkung in den Bestehenden und Entstehenden, individuellen Leidensstrukturen der Menschen, sie sind die erlebten und fortwährend gelebten Bewusstseins-Wüsten, Sie sind die innere Orientierungslosigkeit und die Entfremdung ihres eigenen Bewusstseins. Im Verständnis der System-Depression die nur kurze Phasen einer System-Euphorie kennt, lenken die Menschen nicht ihr eigenes Schicksal, sondern sie werden durch ihre Nichtbewusstwerdung, beherrscht und gelenkt. Vom Menschenbild ausgehend befinden wir uns in einer anhaltenden Konfrontation mit dem Triumph des Bösen, dem globalen Hedo-Nihilismus. Wobei dieser Hedo-Nihilismus sich dadurch charakterisiert, dass er für die global Wohlhabenden als Ego-Hedonismus existiert. Der Ego-Hedonismus ist die Überblähung des menschlichen Egos in seiner unersättlichen Gier nach allen Arten von physischen und psychischen Genüssen und kann in seiner Auswirkung nur dadurch existieren, dass er das Leiden der anderen Menschen verneint (negiert).Dieser Hedonismus produziert zur eigenen Existenz eine permanente innnere Leere, eine Leere des Nichtmitgefühls, des Nichtmitleids, der Unfähigkeit zur Nächstenliebe und ist ein Nihilismus der Verneinung aller menschlichen Werte, natürlich solange wie das heilige Super-Ego nicht selbst-leidend ist. Diese Einheit von Hedonismus und Nihilismus (Hedo-Nihilismus), ist ein egozentrischens Gravitationsfeld, ein psychisch Schwarzes-Loch, welches zur Vernichtung von Menschen und langfristig auch des Eigenen führt.

Die Überwindung der Ökonomie des Bösen gelingt nur durch
die Ökonomie der Nächstenliebe.
Eine realistische Ökonomie der Nächstenliebe besteht darin, den weltweiten
Elendsstrukturen, die von Menschen gegen Menschen erschaffen sind, die sofortige
Grundlage zu entziehen. Die Ökonomie der Nächstenliebe ist so ein Weg des Friedens.
Die erste Erschütterung der Fundamente ist die sofortige weltweite
Einführung der globalen Grundrente als Karma-Rente. Die Karma-Rente als ein
universales Grundrecht für jeden auf diesem Planeten lebenden Menschen.
Eine Umsetzung des Universal-Rechts als globale Karma-Rente wäre die neue soziale Realität.

Es gibt auf diesem Planeten das Erbrecht auf Reichtum und Armut,
wir aber wollen beides nicht!
Der Karma-Materialismus will das Erbrecht des Karma, das selbsterzeugte
Karma-Erbe auf Wohlstand durch Arbeit über die Einsetzung der globalen Grundsicherung,
als die Karma-Rente für alle Menschen.
Die Durchsetzung der globalen Grundsicherung ist am Anfang nur in einem
Gesellschaftssystem mit einem entwickelten Demokratie-Karma möglich.
Hier sind die günstigsten Bedingungen zur Ausweitung der globalen
Grundsicherung gegeben. Gelingt die friedliche Umwandlung des kapitalistischen
Eigentums in gesellschaftliche Eigentumsverhältnisse, so ist eine globale
Grundrente als Karma-Rente mit den entsprechenden Sozialleistungen durch Geburt,
für jeden auf diesem Planeten existierenden Menschen, in naher Zukunft keine Utopie
sondern eine Realität.
Nutzen wir das Auge des Hurrikans!

Ethik / Die Lehre von der karmischen Unanhaftbarkeit der Liebe.

Die karmische Unanhaftbarkeit ist das Wesen der Liebe, sie ist die
gestaltende Energie des Lebens, sie ist der Weg zur Befreiung aus den
Leidensverstrickungen des menschlichen Bewusstseins, aus dem lebenden
Rad der Wiedergeburten, zum Buddhabewusstsein.

Die Liebe ist die stärkste karmische Auswirkung und zugleich nicht anhaftend
(Ausschluss von Samsara).
Das Wesen der Liebe ist Unanhaftbarkeit sie hat keine karmische Ursache.

Das Kausalitätsgesetz von Ursache und Wirkung, ist gegenüber der
spirituellen Liebe nur auf deren Wirkung / Auswirkung beschränkt,
für die Liebe selbst exiertiert keine Ursache da sie zum einen als Ewigkeitsexistenz
unerschaffen ist und zum anderen als Unanhaftbarkeitsexistenz gegeüber den
leidverursachenden karmischen Verkettungen des Bewusstseins, selbst keine Ursache ist.

Das Bewusstsein der Liebe hebt so die leidverursachenden
karmischen Verkettungen auf und schafft keine Leidens-Ursache.
Für den Menschen hat kein anderes psychisch erlebbares Gefühl diese Eigenschaft der
Aufhebung der Kausalität von Ursache und Wirkung.
Liebe wird als Reinheit und Schattenlosigkeit betrachtet, als ein Gleichnis für
strahlendes Licht. Das Licht selbst ist Schattenlosigkeit und nicht anhaftend am
Gegenständlichen, das von ihr bestrahlte Gegenständliche wirft den Schatten,
nicht das Licht, so ist die Liebe nicht anhaftend am leidverursachenden Gegenständlichen
oder Nicht-Gegenständlichem, Liebe klärt und erleuchtet das Bewusstsein eines Menschen
und zeigt den Weg aus dem Dasein des Leidens.

Liebe ist einfach da, sie fordert nicht, sie ist nicht Besitz
ergreifend, sie ist selbstlos.
Liebe ist für unser Intellekt/Ratio/Denken die Ewigkeitsexistenz als höchste Intelligenz. Liebe ist für unsere Psyche/Seele, der Erleuchtungszustand des Bewussten und Unbewussten, welcher jenseits der Worte des Vorstellbaren und des Begreiflichen liegt, Liebe ist nur intuitiv Erfahrbar und Verstehbar, der Begriff Nirvana ist daher nur ein bescheidener Annäherungszustand.

Das Vollenden des Bewusstseins der Liebe ist der
Erlösungszustand des Nirvana, ist Nirvana.

Das Verlöschen leidverursachender Anhaftungen gilt für die
leidensbedingten Begierden, wobei Liebe keine Begierde oder
eine Leidenschaft darstellt, sie ist die Überwindung der
leidensbedingten Begierden.

Die Unanhaftbarkeit der Liebe als Weg der Befreiung wird
deutlich durch:

Die Finsternis vermag die Finsternis nicht zu überwinden,
das Licht überwindet sie.

Die Unwissenheit vermag die Unwissenheit nicht zu überwinden,
das Wissen überwindet sie.

Die Anhaftung an Begierden vermag die Anhaftung an Begierden
nicht zu überwinden, die Liebe überwindet sie.

Die Gier vermag die Gier nicht zu überwinden,
die Liebe überwindet sie.

Der Hass vermag den Hass nicht zu überwinden,
die Liebe überwindet ihn.

Die Gnadenlosigkeit vermag die Gnadenlosigkeit nicht zu überwinden,
die Gnade der Liebe überwindet sie.

Das individuelle Leid vermag das individuelle Leid nicht zu überwinden,
die Liebe überwindet es.

Das gesellschaftliche Leiden der Menschen vermag das
gesellschaftliche Leiden der Menschen nicht zu überwinden,
das Bewusstsein der Liebe überwindet es.

Dem entgegen steht die neue Philosophie eines totalitären Nihilismus,
welcher in seiner Theorie alle Ethik und Moral des Menschen relativiert oder verneint.
Als Konsequenz seiner Theorie bietet er als Sinn-Ersatz die Verlöschung der
Menschlichkeit und unterwirft alle Begierden des Menschen dem Aspekt einer käuflichen
oder tauschbaren Ware.
Der Mensch konsumiert so seine Sehnsüchte und Süchte, seine Begierden und andere
flüchtige Genüsse und findet niemals Erfüllung, denn diese produzierte Ego-Leere
fordert immer mehr und mehr. Hier erkennen wir das Gravitationsfeld des Egos
welches nur nimmt, aber nichts gibt, es ist das psychisch Schwarze-Loch der
endlosen inneren Leere.
So verkündet der globale Nihilismus je nach Herrschafts-Bedarf, in der Theorie
und zur Praxis fortwährend neue Werte um sie je nach Bedarf wieder zu verwerfen.
In der Praxis heiligt der globale Nihilismus einen großzügigen Hedonismus, der
hierbei die Begierden praktiziert, aber nicht die Bewusstwerdung des Menschen und
schon gar nicht die Spiritualität der Liebe, da er sonst ohne Profit wäre.
Das Theorie und Praxisgebilde dieser Philosophie ist ein globaler Hedonismus-Nihilismus.
Der moderne Hedo-Nihilismus, ist daher die nihilistische Leere des Toten im Bewusstsein
des Menschen und wird zur Verdrängung des Lebendigen und als verinnerlichtes
Fremdkarma bezeichnet.

Die Unterwerfungspolitik des globalen Hedo-Nihilismus, geschieht unter aktueller
Einbeziehung der Weltreligionen. Dies erklärt auch das Nichtmitgefühl von „religiösen
Führern“ der unterschiedlichsten Religionen und ihre Teilnahmslosigkeit
bzw. käufliche Passivität angesichts des Leidens der Masse der Weltbevölkerung und
wird häufig zur Meditation oder Verdrängung im Gebet, zur individuellen Egovergottung oder
Machtvergottung der Herrschenden. Die Egovergottung versteht sich als Herrschafts-
vergottung des Kapitals und als Ersatz zur notwendigen Befreiung der Leidenszustände
der Menschen.
So wird der Gleichmut zur Gleichgültigkeit, dass Mitgefühl zur Mitleidlosigkeit der
inneren Leere. Warum sollen alle Eigenschaften von selbstlosen Denken und Handeln
der Menschen verlöschen, das Bewusstsein der Liebe als karmische Unanhaftbarkeit
verneint,(negiert)werden?
Die Liebe ist das Haupthindernis für die Herrschaft, die Macht des Toten, des Fremdkarma.
Als Ewigkeitsexistenz überwindet die Liebe den Tod, das Tote, die Angst des Menschen
vor seiner eigenen Endlichkeit, findet durch die Liebe ihre Endlichkeit,
die Angst des Menschen vor dem Leiden wird durch die Liebe überwunden.

Dort wo die Macht des Toten über den Menschen endet
beginnt das bewusste Sein der Liebe.
Sie ist der Weg und das Ziel
aller karmisch leidenden Wesen.

Bhodi Dharma